Zugegeben – gern beschäftigt man sich nicht damit. Wer denkt schon gern daran, dass er krank werden und auf Hilfe und Pflege anderer angewiesen sein könnte. Im Dezember 2015 waren rund 2,86 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig. Bis 2030 könnte nach Prognosen die Zahl auf 3,5 Millionen Menschen ansteigen. Und es trifft nicht nur ältere Menschen. Auch junge Menschen können nach einem Unfall pflegebedürftig sein.

Gut ist es, für diesen Fall vorgesorgt zu haben. Dafür gibt es die Vorsorgevollmacht, die Betreuungsverfügung und die Patientenverfügung.

Mit einer Vorsorgevollmacht kann man einen Menschen seines Vertrauens für den Fall der (auch zeitweisen) Geschäftsunfähigkeit mit seiner Vertretung beauftragen. Der Bevollmächtigte kann dann zum Beispiel einen Vertrag mit dem Pflegedienst oder mit dem Krankenhaus abschließen. Er kann sich auch um die Beantragung von Rente kümmern und bei Bedarf Schadensersatzansprüche geltend machen.

Für den Fall, dass eine staatliche Betreuung angeordnet werden muss, kann man schon in der Betreuungsverfügung einen Betreuer seiner Wahl vorschlagen.

Mit der Patientenverfügung kann bestimmt werden, welche medizinischen Maßnahmen bei einer tödlichen Erkrankung durchgeführt oder nicht durchgeführt werden sollen.

Krankenhäuser fragen regelmäßig danach, ob eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung vorliegen.

Es gibt für Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung eine Fülle von Vorlagen und Mustern. Wie immer besteht aber die Gefahr, dass das tatsächlich Gewollte juristisch nicht korrekt formuliert wird. Es ist deshalb sinnvoll, eine fundierte Beratung bei einem spezialisierten Anwalt einzuholen. Es geht schließlich um ein wichtiges Thema. Liegt keine oder eine unzureichende Regelung vor, treffen staatliche Stellen alle Entscheidungen.

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