Scheidung

Hier sind wir auch für Sie tätig:
  •  Kindesunterhalt
  • Ehegattenunterhalt
  • Versorgungsausgleich
  • Vermögensauseinandersetzung
  • Lebenspartnerschaft
  • Trennung
  • Wohnung
  • Hausrat
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Zu einer Scheidung gehören im Wesentlichen folgende 5 Bestandteile:

1. Elterliche Sorge/Umgangsregelung
2. Unterhalt
3. Vermögensauseinandersetzung/Ehewohnung/Hausrat
4. Versorgungsausgleich
5. Scheidung

1. Elterliche Sorge/Umgangsregelung

Die elterliche Sorge ist im deutschen Recht der Oberbegriff für die Sorge um das Kind selbst und für das Vermögen des Kindes. In der Ehe kümmern sich beide Elternteile gemeinsam um das Wohl des Kindes. Gesorgt wird dabei sowohl für das körperliche Wohl wie die Ernährung und die Hygiene, als auch für die finanzielle Absicherung des Kindes. Bei der Regelung der elterlichen Sorge wird geregelt, wer diese Sorge für das Kind nach der Ehescheidung zu erledigen hat oder erledigen darf. Grundsätzlich sieht das Gesetz übrigens vor, dass beide Eltern die elterliche Sorge gemeinsam ausüben. In der Praxis macht das aber viele Probleme.
Bei der Umgangsregelung geht es um den Anspruch auf Umgang mit minderjährigen Kindern, wer also wann mit dem Kind Kontakt haben darf. Dabei geht es üblicherweise um den Elternteil, bei dem das Kind nach der Trennung nicht lebt. Manchmal ist aber auch das Umgangsrecht für die Großeltern oder andere Personen zu regeln.

2. Unterhalt

In einer Ehe unterstützen sich die Ehepartner in finanziellen Fragen gegenseitig. Um die Kinder kümmern sich die Eltern gemeinsam. Lebt die Familie zusammen, ist die Situation deshalb meist unproblematisch. Auch wenn ein Elternteil zu Hause ist und kein Einkommen hat, trägt er zum Familienunterhalt bei. Oft führen die Frauen den Haushalt und erziehen die Kinder.
Kommt es zur Scheidung einer Ehe, leistet im Regelfall der Elternteil, bei dem die Kinder wohnen seinen Unterhalt durch Leistungen in Natur, wie zum Beispiel die Betreuung und Erziehung der Kinder. Der andere Teil leistet einen finanziellen Beitrag in Form von Unterhaltszahlungen.
Daneben gibt es noch Unterhaltsansprüche zwischen den Geschiedenen. Allerdings hat sich da seit Beginn 2008 einiges geändert. Grundsätzlich ist nach der Scheidung jeder wieder für sich selbst verantwortlich. Nur in besonderen, vom Gesetz genau geregelten Situationen können Unterhaltsansprüche eines Geschiedenen entstehen.

3. Vermögensauseinandersetzung/Ehewohnung/Hausrat

Eine Vermögensauseinandersetzung ist dann notwendig, wenn die Ehepartner gemeinsames Vermögen erworben haben. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn sie jeweils zur Hälfte Eigentümer einer Immobilie geworden sind. Handlungsbedarf besteht auch dann, wenn Ehepartner gemeinsam Kredite aufgenommen haben und dadurch noch Schulden zu tilgen sind.
Geklärt werden muss weiterhin, wer in der bisherigen gemeinsamen Ehewohnung bleiben kann und wer ausziehen muss. Die Ehewohnung kann dabei eine normale Wohnung sein, aber natürlich auch ein Haus.
Nicht zuletzt muss der gemeinsame Hausrat aufgeteilt werden. Zum Hausrat gehören alle Einrichtungsgegenstände wie Möbel, Gardinen und Bilder und alle Gebrauchsgegenstände, wie das Geschirr und die Wäsche. Diese Dinge aufzuteilen erscheint zunächst recht einfach. Oft sind mit Einrichtungsgegenständen aber für beide Ehepartner intensive Erinnerungen verbunden. Deshalb kann es schnell zum Streit kommen

4. Versorgungsausgleich

Nicht zuletzt ist der Versorgungsausgleich durchzuführen. Durch den Versorgungsausgleich werden die während der Ehe von den Partnern erworbenen Anwartschaften oder Aussichten auf eine Versorgung in Form einer Rente aufgeteilt. Der Versorgungsausgleich gehört zu den schwierigsten Bereichen des Ehescheidungsverfahrens überhaupt. Geht es doch um komplizierte Rentenberechnungen und um den Lebensstandard im Rentenalter. Entsprechend schwierig ist es, einen qualifizierten Anwalt für dieses Problem zu finden. In der Praxis wird der Versorgungsausgleich allerdings häufig vernachlässigt, weil der Bezug von Rente erst in ferner Zukunft gesehen wird.

5. Scheidung

So seltsam es auch erscheinen mag, ein Teil des Ehescheidungsverfahrens ist die Ehescheidung selbst. Das liegt eigentlich nur daran, dass in Deutschland Ehen nicht nur für einen bestimmten Zeitraum – wie zum Beispiel schon einmal vorgeschlagen für 7 Jahre auf Probe – geschlossen werden, sondern bis zum Lebensende. Das Ende des Lebens eines der Ehepartner ist deshalb auch eine Möglichkeit zur Beendigung der Ehe. Daneben gibt es noch die Aufhebung der Ehe – dazu kommt es ganz selten und soll uns deshalb auch nicht weiter beschäftigen – und die uns hier interessierende Scheidung. Die Scheidung als Teil des Scheidungsverfahrens muss durch ein Urteil eines Richters beim Familiengericht erfolgen. Anders geht es nicht, jedenfalls noch nicht. Es wurde zwar schon darüber nachgedacht, Ehepartner ohne Kinder durch einen Notar scheiden zu lassen. Über das Nachdenken kam der Gesetzgeber aber bislang noch nicht hinaus.

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