Streitereien und Meinungsverschiedenheiten kommen in den besten Familien vor. Manche Auseinandersetzungen sind dabei so nachhaltig und gravierend, dass sie zur Enterbung enger Verwandter führen.

Der Erblasser hat das Recht, jeden gesetzlichen Erben von der Erbfolge auszuschließen und damit zu enterben. Dazu zählen unter anderem Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder, Enkel, Eltern, Geschwister, Großeltern sowie Onkel und Tanten.

Der Ausschluss kann durch Testament oder Erbvertrag erfolgen. Dabei kann der Erblasser ausdrücklich bestimmen, dass eine bestimmte Person nicht erbt. Aber auch wenn der Erblasser bestimmte Personen als Erben einsetzt, bedeutet dies, dass damit alle übrigen Verwandten nicht Erben geworden sind.

Manche der oben genannten Personen haben aber trotzdem einen Anspruch auf einen Teil dessen, was der Verstorbene hinterlässt. Es handelt sich dabei um die sogenannten Pflichtteilsberechtigten. Pflichtteilsberechtigt sind die Abkömmlinge des Erblassers, der Ehegatte und eingetragene Lebenspartner sowie in bestimmten Fällen die Eltern des Verstorbenen.

Was ist zu tun, wenn man enterbt worden ist? Zunächst sollte durch einen Anwalt geprüft werden, ob das Testament überhaupt gültig ist. Denn wenn das Testament ungültig ist, ist auch die Enterbung ungültig und es tritt automatisch die gesetzliche Erbfolge ein.

Sollte das Testament wirksam sein, muss der Pflichtteil berechnet und geltend gemacht werden. Allzu lang sollte hiermit nicht gewartet werden. Die Ansprüche verjähren in drei Jahren.

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